Die Krise nach der Krise

Die Krise nach der Krise

Wie geht es weiter in Deutschland? Corona ist effektiv vorbei, alle Zahlen liegen im grünen Bereich, wie die Tabelle zeigt. Aber Millionen von Kurzarbeitern (in anderen Ländern = Arbeitslose) drücken auf die Wirtschaft. Vormals gut verdienende Facharbeiter müssen mit massiven Einbußen zurecht kommen. Investitionen werden verworfen, Kredite ggf. nur zum Teil getilgt. Der Handel konnte einen Teil seiner Kollektion eindampfen, Gastronomie, Hotels und Touristik laufen nach dem Stillstand immer noch am Stock. Viele Freiberufler warten auf Aufträge, Künstler fristen noch mehr als sonst.

Der Welthandel kommt nicht in Schwung, wachsender Protektionismus in immer mehr Ländern. Die Zeit des Verzichtens lässt sich (unter den immer noch starken Restriktionen) nicht einfach ausschalten. Zu groß sind die Vorbehalte, auch weil immer mehr Unruhen im eigenen und in anderen Ländern um sich greifen. In ungewissen Zeiten bleiben die Menschen im Konsum gemäßigt, echauffieren sich eher an den täglich neuen Ungerechtigkeiten, die durch wohlgemeinte Gesetze und Verordnungen entstanden sind. Viele sehen ihre Benachteiligungen im Lichte von Wohltätigkeiten für andere.

Da es die Politik offenbar nicht verantworten will, die Corona-Krise als beendet zu erklären, wird das Vertrauen in die Marktwirtschaft und dem Staat eher geschwächt als gestärkt. Entgegen den Ratschlägen von Dutzenden Professoren hält die Regierung an einer Normalisierung erst nach einer flächendeckenden Verabreichung einer Impfung fest. Erfahrungen mit anderen Viren zeigen, dass sich diese im Laufe der Zeit „weg-mutieren“, so dass ein Impfstoff vollkommen überflüssig sei. Zudem könnte das Risiko der Impfung weitaus höher liegen als der eines Infektes, an dem statistisch gesehen sowieso nur Menschen über 80, also im Bereich des normalen Lebensendes verstorben sind. Trotzdem wird das Krisenmanagement auf die veränderten Bedingungen nicht angepasst. Wie am Anfang der Krise viel zu spät reagiert wurde, wird nun wieder der Absprung verpasst.

Schlechtes Krisenmanagement im nationalen und supranationalen Rahmen ist anders als bei mittelständischen Unternehmen immer eine Katastrophe. Die sogenannten Kollateralschäden bewirken gerade bei Volkswirtschaften vom Gewichte Deutschlands immense Verwerfungen. Kleine Dinge können sich dabei zu riesigen aufbauen und komplexe Gebilde, auch à la EU, kollabieren lassen. Im Moment läuft es daher nicht so gut für die Regierung und das Volk. Aber das ist noch ein hausgemachtes Problem. Spätestens zum Spätsommer hin werden sich die Auswirkungen bemerkbar machen. Ob dann das Krisenmanagement noch korrigierend eingreifen kann, ist allerdings fraglich.

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