Luftiges Berliner Osterhasi und Corona-Drama in LA und NY

Luftiges Berliner Osterhasi und Corona-Drama in LA und NY

Die Welt versinkt in der Corona-Pandemie, die halbe Menschheit steht unter Quarantäne oder hat Ausgangsbeschränkungen. Auf den Straßen und in den Geschäften erkennt man die Panik unter den mehr und mehr verbreiteten Atemmasken. Hat man noch vor ein paar Wochen über die maskierten Chinesen mild gelächelt, trifft man hierzulande manchmal einen solchen unmaskiert und vollkommen entspannt. So erging es mir vor ein paar Tagen am Schloss Neuschwanstein, bevor dieses komplett gesperrt wurde.

Das diesjährige Osterfest kann durchaus ein markanter Wendepunkt für die Welt bedeuten. Es gibt für den Analytiker viele Hinweise, dass nicht nur die Pandemie ihren Höhenpunkt erreicht haben wird. Auch die wirtschaftlichen und einhergehend damit die geopolitischen Aspekte können sich sehr schnell in neue Bahnen bewegen. Das Fest der Auferstehung erhält somit vielleicht eine doppelte Bedeutung. Einige Dinge und Strukturen werden das Zeitliche segnen, andere werden plötzlich gegen den Himmel streben und uns für die nächsten Dekaden begleiten.

In den beiden Machtzentren der westlichen Welt spielen sich zurzeit dramatische Dinge ab. Das finanzielle Zentrum New York befindet sich fast im Kriegszustand, symbolhaft begleitet von 2 militärischen Sanitätsschiffen und einem Flugzeugträger. Fast erscheint es, dass 9/11 nur ein kleiner Vorab-Bote der jetzigen Zustände war. Die Reichen und Mächtigen der Welt sitzen dort zum Nichtstun verdammt fest wie auf der Titanic, die fast taggenau vor 108 Jahren im eisigen Nordatlantik versunken ist. In Los Angeles hingegen sitzen die Schönen und anderswie Mächtigen weitgehend in Quarantäne fest. Auch hier schweben Hubschrauber unentwegt über die riesige Stadt, ein militärisches Sanitätsschiff schmückt die Bucht und steht symbolhaft für die ordnende Weltmacht in einer einzighaften Krise.

Am Mittwoch wurde in Berlin ein Symbol gesetzt, streng genommen um Berlin herum. Ein Sportflugzeug mit der Kennung D-MUPY hat mittags seine Runde um die Stadt geflogen. Wer den Kurs auf Flightradar verfolgt hat, erkennt schnell den Hasen. Der Pilot ist seinen Kurs so geflogen, dass er auf dem Radarschirm das genaue Abbild eines süßen Osterhasen darstellt. Ein Lichtblick rechtzeitig zum Osterfest? Mag so sein, denn bisher glänzte Berlin eher durch Chaos und Unverstand. Wochenlang verschlief man den aufkommenden Sturm, um dann vollkommen überrascht in unüberlegte Hektik zu verfallen. Eine Handvoll „Experten“ lenken seitdem die Geschicke der Nation der Dichter und Denker. In immer gleicher Manier handeln sie „alternativlos“. Für mich schlichtweg das Unwort des Jahres, denn zeugt es von Überforderung und Fantasielosigkeit.

Wenn denn am Ostersonntag die biblische Auferstehung stattfindet, dann wird es ebenso Zeit für die weltliche Auferstehung in eine neue Zeit. Mit dem Öffnen des seit langem geschlossenen Sargdeckels muss endlich wieder Licht hereinkommen in ein totgeglaubtes Land. Die Menschen müssen aufstehen und die Dinge wieder anpacken. Es wird Zeit, dass die Masken fallen und eine neue Offenheit stattfinden kann. Mit dem Ende der Krise werden die Krisenmanager sicherlich nicht arbeitslos, denn Weitsicht ist auch bei einem Neuanfang stets vonnöten.

Ein schönes Osterfest allen!

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