Neue Erkenntnisse in der Krise verarbeiten

Neue Erkenntnisse in der Krise verarbeiten

Eine Analyse der gegenwärtigen Situation zeigt sehr deutlich, dass Krisenmanagement nichts mit normalen Daily-Business zu tun hat. Die Regeln sind andere, die Vorgehensweise muss manchmal diametral anders sein. Ich schrieb in meinem Blog vom 20.03.2020, wie Krisenmanagement aussehen sollte:

Frühzeitig das Schlimmste erwarten, frühzeitig entsprechende Maßnahmen ansetzen und dann den realen Bedingungen entsprechend korrigieren. Um jegliche Panik zu vermeiden mit offenen Karten spielen und die Maßnahmen der Bevölkerung erläutern.

Am 22. März 2020 kam der Shutdown in Deutschland. Basis waren die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts über die Verbreitung des SARS-CoV-2, der tödlich sein soll. Der Virus wurde bei Verstorbenen nachgewiesen, allerdings bisher ohne die Benennung inwieweit der Virus zum Tode beigetragen hat. Die Virenlast der Verstorbenen wurde zumindest nicht vermittelt, wahrscheinlich wurde sie auch nicht flächendeckend und konsequent erfasst.

Schaut man sich die europäische Sterbestatistik EuroMOMO an, dann haben wir in Europa aktuell die niedrigste Sterberate der letzten 4 Jahre. In dem Diagramm ist die vierte Kalenderwoche hervorgehoben. Sie stellt in der Regel die Spitze der jährlichen Grippewelle dar.

Die Website stellt auch Länderkurven dar, die selbst für Italien nicht besorgniserregend sind. Siehe www.euromomo.eu.

Jetzt die Frage, was die Basis für die weitreichende Entscheidung ist, die Menschen in ganz Deutschland und darüber hinaus einzusperren? Die einzige und alleinige Argumentation ist, dass sie Träger eines Virus namens SARS-CoV-19 sind. Sie sind nicht unbedingt am Virus erkrankt, sie haben ihn lediglich in sich, wenn der Test auch wirklich zuverlässig war.

Damit sind auch diese Virusträger ohne Symptome Covid-19 Opfer: der vom Zug überrollte Suizid-Täter, der vom Bus überrollte Rentner, der seit 4 Wochen infizierte Börsenmanager, der mit einem schweren Herzinfarkt eingeliefert wird und verstirbt, der seit Wochen auf der Intensivstation liegende Schwerkranke, der von einer Krankenschwester angesteckt wurde und viele mehr.

Und wieder schafft das Krisenmanagement der Bundesrepublik Deutschland es nicht, die Krise professionell zu managen, die Maßnahmen sofort rückgängig zu machen. Und den durch die vorher ergriffene Maßnahme des Shutdowns möglichst schnell wieder zu reparieren.

Wenn Sie jemals wie ich Skipper auf einer Fahrtenyacht waren, werden Sie in wenig bekannten Gewässern genau diese Erkenntnis gemacht haben. Plötzlich ein Schaumstreifen auf dem offenen Meer, den Sie nicht deuten können, der für eine Untiefe stehen oder ein Riff hinweisen könnte. Also Kurs abrupt ändern oder Notstopp. Die Situation klären, in den Karten nachschauen, ganz langsam unter Maschine sich vortasten. Und vielleicht feststellen, dass es ein Fehlalarm war, eine zufällige Überlagerung von Wellen. Dann können Sie wieder mit voller Betakelung weiterfahren.

Unsere Bundesregierung auf einer Fahrtenyacht würde es folgendermaßen machen. Sie sehen den Schaumstreifen und argumentieren, dass das nichts sein kann. Also unter voller Betakelung weiter fahren bis der Schaumstreifen eine Bootslänge voraus ist. Sie reißen die Segel herunter, stoppen etwa 2 Bootslängen nach dem Schaumstreifen im ruhigen Wasser. Sie schauen in die Karte, setzen die Maschine rückwärts um erneut an die Stelle mit den nicht mehr vorhandenen Schaumstreifen zu gelangen, bleiben dort 2 Wochen stehen und warten, ob es gerade hier wieder einen Schaumstreifen geben wird. Die Essensvorräte und das Trinkwasser gehen mittlerweile zu Ende und sie wissen nun nicht, wohin sie nun sollen, zurück oder weiter ans Ziel oder anderswo hin.

Entschuldigung der Ausdrucksweise: Wir werden von Idioten regiert.

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