Corona-Krisenmanagement auf im Vergleich

Corona-Krisenmanagement auf im Vergleich

Welche Länder haben ein gutes Krisenmanagement in der Corona-Epidemie? Anfangs ist die Ausbreitung sehr unterschiedlich und gering, aber bei rund 200 Infizierten im Land greift die mathematische Vorschau und zeigt zuverlässige Trends. Spanien und USA sind derzeit reine Infektionsherde, gefolgt von Deutschland, dann Frankreich und Italien. Great Britain hat Stand 19.3.2020 noch Chancen gut zu werden, Korea hat es wohl im Griff.

Interessant zu sehen, welche Voraussetzungen und Maßnahmen hinter den mathematischen Kurven stehen. In Italien und Frankreich gibt es bereits Ausgangssperren, in Deutschland lediglich eine Aufforderung soziale Kontakte zu meiden, unterstützt von Schließungen nicht vital notwendiger Läden und Restaurants.

Mit dem Wissen, wann das Krisenmanagement in den Ländern begonnen hat und wie ernsthaft es verfolgt wurde, kann man den Trend sehr gut fortführen. Während Korea und Japan z.B. bei bereits 2 Infizierten alle Grenzen geschlossen, umfangreiche Maßnahmen zur Identifikation möglicher Übertragungsträger getroffen haben, hat Europa lange zugeschaut und die aufkommende Krise kleingeredet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnte bis Mitte Februar lediglich vor Panikmache, er und die Bundesregierung haben alles unter Kontrolle. Interessanter Artikel im Spiegel dazu.

Einen Monat später ist nichts mehr unter Kontrolle, am 19.03.2020 gibt es in Deutschland 15.161 Infizierte. Alle 3 Tage verdoppelt sich die Zahl der Infizierten. Mit mathematischen Grundwissen kann sich jeder ausrechnen, was das nach 10 Verdoppelungen, sprich 30 Tagen, bedeutet. So werden aus 15.000 schnell 16 Millionen! Hinzu kommt, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) wohl ein zahnloser Tiger ist, der noch nicht einmal in der Lage ist über die Anzahl der Toten Aussagen treffen zu können. Lange Zeit stand dort die Zahl 2 fest eingemeißelt, so als ob in Deutschland einfach niemand am Corona-Virus sterben kann. Erst Mitte März erfuhr man in der Tagesschau in einem Nebensatz, dass die Zahl lediglich eine geschätzte Zahl ist, man es eben nicht wisse.

Krisenmanagement sieht anders aus: frühzeitig das Schlimmste erwarten, frühzeitig entsprechende Maßnahmen ansetzen und dann den realen Bedingungen entsprechend korrigieren. Um jegliche Panik zu vermeiden mit offenen Karten spielen und die Maßnahmen der Bevölkerung erläutern.

Leider haben die Politiker sich in den letzten Jahrzehnten den Ruf des Unzuverlässigen erarbeitet, die immer nur die Fahne im Wind sind, die Versprechen immer uminterpretieren, manchmal in das glatte Gegenteil hinein. Jens Spahn ist ein gutes Beispiel, eines unter sehr vielen. Da hat auch das beste Krisenmanagement kaum noch Chancen.


Die Kommentare sind geschloßen.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung