So überstehen Sie die Pandemie

So überstehen Sie die Pandemie

Noch Anfang März 2020 glauben viele Unternehmen, dass Sie die Pandemie überleben werden. Das wird mit ziemlicher Sicherheit bei vielen Unternehmen nicht der Fall sein, abhängig von ein paar Zufälligkeiten, die sich noch ergeben werden.

Mit Stand 1. März 2020 gibt es in Deutschland gerade einmal 130 infizierte Personen durch den Corona-Virus und keinen einzigen Toten. Die medizinische Qualität ist zu diesem Zeitpunkt noch sehr gut, denn es gibt insgesamt rund 1.900 Krankenhäuser, die sich um hochinfektiöse Patienten sehr individuell kümmern können. Sollte das Wetter in Deutschland in den nächsten Wochen flächendeckend sehr warm werden, könnte sich die Pandemie verlaufen, da die Menschen bei warmen Wetter gesundheitlich stabil sind und einen Infekt leicht verdauen. Wenn die Wetterbedingungen bis Anfang Juni nasskalt bleiben, dann könnte die Anzahl der Infizierten bis Ende April auf etwa 8.000 Personen ansteigen, bis Ende Mai gar auf rund 20.000 Menschen, aber auch deutlich mehr.

Anfang März gab es bereits Panikeinkäufe in den Supermärkten und bei den Discountern. Regale sind plötzlich nicht mehr bis zur Rückwand voll bestückt, sondern nur die ersten Reihen. Einige Artikel sind bereits ausverkauft, z.B. Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und einiges mehr. Dieses Phänomen gab es schon jahrzehntelang nicht mehr und ist für viele ungewohnt, lässt zusätzlich Panikgefühle hochkommen. Und das bei gerade einmal 130 Infizierten. Aber die Bilder aus China wirken, wo mit teilweise sehr brutalen Methoden ganze Städte unter Quarantäne gestellt werden und die Bewohner sich nur mit Schwierigkeiten mit Lebensmitteln versorgen können.

Die deutsche Regierung erscheint zurzeit noch sehr entspannt, was auf viele eher alarmierend wirkt. Wieso werden in China zeitweise über hundert Millionen Menschen eingesperrt und in Deutschland soll alles ganz harmlos sein? Je leerer die Regale werden, desto mehr werden die Menschen einkaufen, denn die Regierung hat nicht wirklich viel Überzeugungskraft. Mit jedem neuen Infizierten werden fast automatisch Betriebe oder Einrichtungen für eine gewisse Zeit lang zugemacht, um die Verbreitung des Virus zu minimieren. Das wird natürlich auch Transportunternehmen treffen, die plötzlich nur noch mit reduzierter Flotte wichtige und bereits knappe Waren befördern und somit sicherstellen, dass die Regale in Geschäften und Firmen halbwegs voll bleiben.

Bei Firmen wird es deshalb im Laufe der nächsten Wochen zu immer mehr Ausfällen kommen, weil nicht nur die Hauptkomponenten und -produkte immer schleppender angeliefert werden, sondern auch die kleinen C- und D-Artikel plötzlich ausbleiben. Und letztere werden massivere Auswirkungen haben, als sich die meisten von uns vorstellen können. Jahrzehnte war es normal, dass diese Artikel innerhalb von 2 bis 3 Tagen verfügbar sind, aber das wird nicht mehr so sein. Und schon gar nicht, wenn sie aus Ostasien oder nun auch aus Norditalien kommen. Es wird viel Organisationsaufwand notwendig werden, den Betrieb und das tägliche Leben halbwegs aufrecht zu erhalten. Erschwerend, dass die Mitarbeiter und Chefs in der Regel nicht darauf geschult sind, Konsequenzen über ihre ganze Tiefe abzuschätzen und somit sich immer neue Gräben auftun, was bisher niemand für möglich gehalten hat. Und Experten mit entsprechenden Fähigkeiten sind plötzlich ganz rar und teuer.

Die besagten Krisenmanager ticken anders als die angestellten Manager und Fachleute. Sie sind nicht an interne Regeln und Hierarchien gebunden, können effektiver und schneller agieren und das eine oder andere zum Tode verdammte Unternehmen doch noch durch die Krise manövrieren. Bei größeren Betrieben wird das ein Vollzeitjob sein, bei kleineren Betrieben reichen ggf. ein paar Wochenstunden.

Aber wie bereits gesagt, hängt vieles vom Zufall ab.

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