Covid-19 infiziert gerade Ihr Business

Covid-19 infiziert gerade Ihr Business

Seit Anfang Januar lesen und recherchieren wir die verhaltenen Nachrichten aus China. Das nur rund 0,1 Mikrometer große Corona-Virus Covid-19 verursacht im 1,3 Milliarden Einwohner zählenden China täglich neue Höchstzahlen an Infizierten und an Toten, wobei sehr offensichtlich ist, dass diese Zahlen nach unten manipuliert sind. Das (chinesische) Regime muss jegliche Panik verhindern, denn Panik bedeutet Kontrollverlust. Und das ist das letzte, was jedwede Regierung braucht.

Seit Januar wurden immer mehr Städte und Regionen in China mit Ausgangssperren belegt. Aktuelle Zahlen dazu sind nicht immer glaubhaft, aber zum jetzigen Zeitpunkt sind mindestens 50 Millionen Chinesen unter Quarantäne gestellt, andere Quellen reden von weit mehr als 300 Millionen. Alleine die Metropole Peking verhindert 8 von 10 Millionen Wanderarbeitern die Rückkehr vom Neujahrsfest in die Hauptstadt.

Dass diese Situation Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft hat, dürfte einleuchten. Schon jetzt ist absehbar, dass die ersten beiden Monate des Jahres einen totalen wirtschaftlichen Einbruch bedeuten. Das Transportsystem ist nahezu kollabiert, was weitreichende Folgen für die Versorgung mit Industriegütern zur Aufrechterhaltung der Produktion hat.  Einzelne Branchen sind offensichtlich total eingebrochen, z.B. die Nachfrage nach Baustahl, die gegen Null tendiert. Noch dramatischer die Versorgung mit Nahrungsmitteln, ohne die es sicherlich bald zu massiven Unruhen kommen könnte. Obendrein hat sich auch noch die Schweinepest in China zurückgemeldet, so dass die Versorgungssicherheit alleine dadurch gefährdet ist. Die Lebensmittelpreise sind stark angestiegen, die Inflation ist so hoch wie seit 2011 nicht mehr.

Während also die Staatseinnahmen stark schrumpfen, muss China immense Mittel aufbringen, um das Virus unter Kontrolle zu bekommen und gleichfalls die Bevölkerung ruhigstellen.  Ein gerade aufgesetztes umfangreiches Fiskalprogramm soll das Überleben von kleinen und mittelständischen Unternehmen sichern, die angesichts eines Jahrzehnts immensen Wachstums hohe Investitionen getätigt haben und hoch verschuldet sind. Ein befürchteter Kollaps des Bankensystems wird wohl mit äußerster Priorität verfolgt, weshalb die chinesische Zentralbank den Geschäftsbanken aktuell 150 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat. Das alles ist nur schwer unter einen Hut zu bekommen und wird das Riesenreich innerlich sehr aufwühlen.

Das kleine Virus wird über kurz oder lang auch Ihr Business treffen. Wie sind Sie darauf vorbereitet? Selbst wenn Europa durch umfangreiche Maßnahmen und Einreisesperren à la USA, Japan und Süd-Korea eine Pandemie abwehren kann, kommen mittlerweile sehr viele Rohstoffe und Waren aus China, die hierzulande gar nicht mehr hergestellt werden, da die Standards eine wirtschaftliche Produktion nicht mehr zuließen und -lassen. Haben Sie Ihre Lieferkette bis zum Rohstoff im Blick? Der kleine Mikrochip auf der Platine einer Steuerung kann ggf. das Ausliefern einer kompletten Anlage verhindern, bestenfalls verzögern.

Sie sollten in Anbetracht der Nachrichten bereits jetzt einen Pandemie-Plan aufsetzen und frühzeitig Ihre Verpflichtungen und Ihre Möglichkeiten überprüfen. Das gilt für Ihre komplette Lieferkette inklusive Frachtführern, Ihre Produktion inklusive Ersatzteilversorgung, Ihre Kunden und deren Möglichkeiten ihre Verpflichtungen einzuhalten, Ihre Mitarbeiter und deren Umfeld, allgemeinen Dienstleistungen wie Energieversorgung oder Abfallwirtschaft, Ihrer Finanzen und vieles mehr.

Leider werden Sie in Deutschland wenig weiterführende und auf die heutige Zeit abgestimmte Informationen vorfinden, da Katastrophen und Pandemien in den letzten Jahrzehnten wenig relevant erschienen.

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