Gewinner scheitern öfter

Gewinner scheitern öfter

Die Welt liebt Gewinner. Auf Titelblättern von Illustrierten und Magazinen findet man sie, hochgelobt zu Stars, die aus dem Nichts kamen. Der ewige Mythos von dem kleinen Kind, dass trotz aller Nachteile den Weg nach ganz oben geschafft hat. Würden all die Verlierer in dem Magazin stehen, dann bräuchte man schwere Tieflader, um das Magazin nach Hause zu schaffen.

Im wahren Leben abseits der Magazine spielt das Leben genauso. Hier sieht man sehr schnell, dass erfolgreiche Menschen erst nach zahllosen Niederlagen ihren Erfolg erdient haben. Die Durchhaltekraft, immer wieder mit neuen Ideen und Strategien weiterzumachen, obwohl gerade erst mächtig auf die Schnauze gefallen, unterscheidet den Gewinner von all den anderen. Demnach gehört das schmerzhafte Scheitern zum Erfolg wie die Currysauce zur Currywurst.

Ist es schlimm zu scheitern? Was macht das Scheitern so negativ? Nein, es ist nicht schlimm, schlimm ist lediglich die Einstellung dazu. In anderen Situationen wird Scheitern sogar positiv besetzt, nur ist das den Wenigsten offensichtlich. Junge Eltern sind stolz darauf, wenn ihr Kind mit neun Monaten von einem Misserfolg zum nächsten stolpert, immer wieder hinfällt – und plötzlich laufen kann. Die gleiche Situation, nur anders interpretiert, diesmal als Durchhaltevermögen.

Auf dem Bild Hiromu Inada, der als ältester Ironman in die Geschichte eingegangen ist. Mit 86 Jahren hat er 2018 auf Hawaii ein fabelhaftes Ergebnis geliefert, quälte sich 16 Stunden, 49 Minuten und 18 Sekunden lang ins Ziel. Im Wasser, auf dem Rad und auf seinen Füßen schaffte er das, wovon andere nicht mal zu träumen wagen. Mit 69 Jahren begann er mit Triathlon, mit 77 seine erste offizielle Teilnahme an einem Wettbewerb. Damals scheiterte er am Zeitlimit beim Laufen, doch er schreckte nicht zurück. Zwei Jahre später schaffte er das Zeitlimit, qualifizierte sich damit für den Ironman Hawaii. Jahr für Jahr gab er nicht auf, auch wenn es widerlich verlief. Und jetzt ist es geschafft, er passierte als 2.267ter die Ziellinie unter riesigen Applaus.

Wenn es ein klares Ziel gibt und die Motivation stimmt, kann jeder sein Ziel erreichen. Es müssen lediglich die richtigen Voraussetzungen geschaffen und ein guter Trainer an Bord genommen werden.


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