Innovationen sichern Fortbestand der KMU

Innovationen sichern Fortbestand der KMU

Es ist kein Geheimnis, dass vor allem mittlere und kleine Betriebe sowie das Handwerk ein Problem mit dem Anheuern von Arbeitskräften haben. Spektakulär immer wieder die Presseberichte über das schlechte Ausbildungsniveau von Schulabgängern, die nicht in der Lage sind halbwegs vernünftig zu schreiben und zu rechnen. Das gilt für den Hauptschulabschluss wie für das Abitur unisono, wobei sich die Zahl der Abiturienten weiter erhöht. 2018 hat sich die Lage wieder verschärft, im Bundesvergleich belegen nun Berlin, Bremen und das alte Industrieland NRW die letzten Plätze. Selbst Abiturienten werden mittlerweile im ersten Semester an den Hochschulen und Unis nachgeschult, damit sie studierfähig sind! Trotzdem liegt die Abbrecherquote bei über 25%.

Ein Ausblick in die fernere Zukunft

Den Beruf des Dachdeckers wird es zum Beispiel in irgendeiner Form noch in 50 Jahren geben, sei es darum die Dächer von historischen Gebäuden immer wieder zu restaurieren. Dafür wird auch in 50 Jahren althergebrachtes Wissen notwendig sein. Nur wird dieses Wissen sicher nicht mehr in den einzelnen Köpfen in aller Klarheit gespeichert sein, sondern in Apps oder anderen Programmen. Und es werden sehr wahrscheinlich keine Arbeiter mehr auf den Dächern herum kraxeln, sondern Manipulatoren oder Roboter am Werk sein.

Die Fachkräfte von übermorgen werden sich eher mit technischen Systemen auseinanderzusetzen haben, als selber handwerklich geschickt zu sein. Sie werden Anwender sein, so wie heute gelernte Bediener von CNC-Maschinen. Die Programmierer dieser Maschinen werden wiederum dem heutigen Ingenieur ähnlich sein, unterstützt von Künstlicher Intelligenz. Und das Ganze gilt nicht nur für den Dachdecker, sondern wird sich wohl in jedem Beruf ähnlich verhalten, egal ob Bäcker, Installateur oder Maurer.

Und was die Politik daraus lernen sollte

Diese Entwicklung ist für jeden halbwegs Vorausdenkenden absehbar. Unser Bildungssystem sollte sich darauf einrichten, dass Deutschland in Zukunft weniger Fachkräfte braucht, diese aber mit modernen Systemen eigenständig umgehen müssen. Unsere Schulen und Hochschulen müssen hochqualifizierte Abgänger produzieren, weil einfache Jobs irgendwann von Maschinen und Systemen ersetzt werden müssen.

Deutschland ist in den letzten 150 Jahren sehr gut damit gefahren, Vorreiter in der Entwicklung von Maschinen und Systemen zu sein, die Menschen in Arbeitsprozessen substituieren. Dazu hatte es ein Bildungssystem geschaffen, dass lange Zeit führend in der Welt war. Ehemals war die Klasse das entscheidende Merkmal. Die Bildung von Eliten, ob im akademischen Bereich, aber auch auf Ebene der Facharbeiter, verhalf in ihrer Zusammensetzung der Volkswirtschaft den gewaltigen Auftrieb.

Ergänzt wurde das Ganze durch ein Klima, das Innovationen förderte. Niemand hatte Otto Lilienthal nach einer Fluglizenz gefragt, Bertha Benz brauchte auch keinen Führerschein oder eine Erlaubnis für ihre legendären Reisen. Der Staat hat anfangs ungeregelte Bereich einfach akzeptiert und nicht vorsorglich den Hahn abgedreht. Eine auf das notwendige Maß beschränkte Gesetzgebung verhalf den Erfindern jener Zeit dazu, ihre Ideen erst einmal umzusetzen. Auch auf die Gefahr hin, dass irgendetwas schiefgehen kann.

Masse statt Klasse

Immer wieder erstaunlich, wie eine Gleichheitsdoktrin seit gut 40 Jahren fast sämtliche Klasse nach und nach ausgerottet hat. Stattdessen soll Masse unsere Probleme lösen. Wir importieren Massen an Zuwanderern mit niedrigsten Bildungsniveau, um vermeintliche Probleme in der Zukunft zu lösen. Wir produzieren Massen an Schulabgängern auf niedrigsten Niveau, um unsere Industrie und unser Handwerk mit Arbeitskräften zu versorgen. Wie soll das funktionieren?

Die Lösung kann nur heißen, mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen das maximale zu erreichen. Dafür bedarf es einer fast individuellen Förderung jedes Einzelnen. Jeder einzelne muss seine eigene kleine Elite werden, je nach seiner individuellen Leistungsfähigkeit. Jeder Mensch hat individuelle Vorteile, die es zu erkennen und zu fördern gilt. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass dem Einzelnen damit auch höchste Anerkennung in seinem speziellen Bereich gegeben werden kann.

Die Kombination aus Förderung des Einzelnen und permanenten Wettbewerb schafft zudem ein Klima frei von Neid und Missgunst. Dies ist die Basis für vertrauensvolles Zusammenarbeiten und Basis für sämtliche Innovation. Diese Mitarbeiter und Innovatoren werden bereits heute dringend gebraucht. In Zukunft werden diese Elite-Männer und Elite-Frauen noch wichtiger werden. Und KMU wären mit diesen Menschen in der Lage auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Ansonsten werden die USA, China, Israel oder das kleine Lettland die Richtung angeben und das ehemals starke Deutschland zu einem Schwellenland degradieren.

Jetzt handeln und vorne bleiben

Wenn aktuell keine Innovation in Ihrem Unternehmen in ausreichendem Maße stattfindet, dann fehlt womöglich nur ein Impulsgeber. Häufig kann ein kleiner Impuls von einem Außenstehenden ausreichen, Ihr Geschäft in neue, erfolgreiche Bahnen zu lenken. Das gelegentliche Gespräch mit einem Beirat oder Berater kann Wunder bewirken.

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