Auftragskrise durch Weltpolitik

Auftragskrise durch Weltpolitik

Die Firma Herrenknecht als einer der weltweiten Innovationsführer im Bau von Tunnelbohrmaschinen zieht sich nun aus dem Iran-Geschäft zurück. Das ist die Konsequenz der Sanktionen des Donald Trump. Ein unterschriftsreifer Vertrag in Höhe von rund 20 Mio. Euro kommt somit nicht mehr zum Tragen, monatelange Verhandlungen laufen ins Leere. Der chinesische Konkurrent kann jetzt seinen Preis nochmals kräftig nach oben schrauben und den Auftrag gewinnbringend sichern.

Tunnelbohrmaschinen können 19 Meter Durchmesser haben!

Auch KMU sind vor den Auswirkungen von Sanktionen betroffen, direkt oder indirekt. Als Zulieferer der „Großen“ laufen häufig monatelange Verhandlungen und Vorbereitungen, die große Teile der Kapazität binden. Diese sicher geglaubten Investitionen sind dann für die Katz, fressen Liquidität und Zeit für andere Projekte.

Deshalb ist es auch für den Mittelstand notwendig, eine ausgewogene Kundenstruktur zu schaffen und Risiken möglichst breit zu streuen. Nur finanziell gut aufgestellte Unternehmen können das Risiko des Auf und Ab im häufig internationalen Projektgeschäft vernünftig abfedern.

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